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Die Krone – das Universum und ich

Ein Rückblick


Es gibt Momente, da flüstert das Leben nicht mehr. Es schlägt ein. Wie ein Blitz.

Und nichts ist danach noch so, wie es war.

Vor sechs Jahren stand ich genau dort.

Mitten im Leben –und doch mit dem Gefühl: Hier stimmt etwas nicht.

Das Universum nahm mich an der Hand und schüttelte alles durch.


Mein Leben. Meine Sicherheiten. Meine Gewissheiten.


Seitdem bin ich unterwegs. Nicht auf einer Reise im Außen, sondern auf einer nach innen.

Eine Reise voller Fragen, voller Hoffen und Zweifeln, voller Nächte, in denen man wach liegt und Tage, an denen man nur zuhört.


Ich habe gesucht. Nicht flüchtig, sondern tief. So lange, bis ich den Kern berühren konnte.

Und während die Zeit verging – Monate, Jahre – wurde mir klar:

Manches endet nie. Manches verwandelt sich nur.

Dann kam diese Zeit, in der die Welt den Atem anhielt. Angst lag in der Luft, schwer und allgegenwärtig.

Und ich lernte schmerzhaft: Angst ist kein guter Wegweiser. Sie schreit laut –doch sie sieht schlecht.


Ich lebte zwischen Stille und Sturm. Zwischen dem Vertrauen in mich und Momenten,

in denen die Hoffnung dünn wurde wie ein Faden im Wind.


Ich hörte zu. Beobachtete. Sammelte Stimmen. Und eines Tages trat ich aus dem Vertrauten hinaus und lauschte Worten, die nicht aus Angst geboren waren.

Frei. Klar. Unaufgeregt.

Meine eigenen Schreckensbilder lösten sich auf. Nicht alles war dunkel. Nicht alles falsch und nicht alles, was verpönt ist, ist ohne Wahrheit.


Ich begann wieder, meinem Bauch zu vertrauen. Dieser leisen Stimme, die nicht diskutiert und keine Beweise braucht.

Es war eine einsame Zeit. Und doch eine heilige. Stunden des Zuhörens. Des Sehens. Des Schweigens.

Ich wollte sprechen –doch viele wollten nicht hören. Denn Hinsehen bedeutet Veränderung und Veränderung rüttelt an Weltbildern.

Ich habe versucht zu wecken. Habe gezeigt. Habe gerufen und gelernt:

Jeder wacht zu seiner Zeit auf -oder auch nicht.


Heute fühlt es sich an, als stünde die Welt am Rand. Der Zug fährt weiter - ungebremst.

Noch nie war die Menschheit so gespalten. Ein Riss, der leise begann und nun sichtbar ist.


Wo einst Streit möglich war, bleibt heute oft nur verbrannte Erde.

Andere Meinungen werden nicht mehr gehört, sondern bekämpft.

Und ja –auch ich ringe damit. Atme. Lerne. Werde still.

Ich frage mich –und euch: Wann haben wir verlernt, menschlich zu sein?


Unsere Werte fallen leise zu Boden und wir wundern uns, dass Freundlichkeit fehlt.

Alle rennen. Alle kämpfen. Und fragen sich abends: Wofür eigentlich?

Es gibt die, die sich treiben lassen und die, die fragen.


Die Fragenden stehen oft allein. Denn Fragen brauchen Mut. Und Zuhörer.

Schon im Kleinen beginnt der Kampf: Du oder ich. Richtig oder falsch. Schwarz oder weiß.

Dabei liegt das Leben meist dazwischen.


Ich habe mich zurückgezogen.

Habe geschwiegen. Diplomatisch. Nicht immer erfolgreich. Manche Worte hinterließen Bitterkeit.

Jeder trägt seine eigene Wahrheit. Doch Wahrheit braucht Erdung.

Und die ehrliche Frage: Was brauche ich, um ein gutes Leben zu führen?


Ich fühlte mich getragen.


Geschützt. Vom Universum. Von etwas Größerem.

Mein Leben hat sich verändert. Tiefgreifend. Ich bin mutiger geworden.

Nicht angstfrei –aber angstbewusst.


Ein neuer Abschnitt liegt vor mir. Ungewohnt. Fremd und ja –ein wenig beängstigend.

Wir Menschen lieben Gewohnheit. Den Morgen. Das Bekannte. Das Ankommen im Tag.

Doch wie willst du morgen leben? In ständiger Alarmbereitschaft? In Angst vor dem nächsten großen Nichts?


Angst lähmt. Sie vernebelt. Sie hält uns klein.

Dabei ist sie nur ein Wächter. Kein Herrscher.

Steht ein Tiger vor mir, renne ich. Ganz sicher. Doch nicht jeder Gedanke ist ein Tiger.

Was hat dich bewegt in den letzten Jahren ?Was hält dich wach? Was macht dir noch Angst?

Viele bleiben stehen und sagen: Ich kann ja doch nichts ändern.

Doch genau dort beginnt es. Nicht im Außen. Sondern in dir.

Räume auf. In deinem Inneren. Werde ehrlich. Wähle, was dich nährt.

Was willst du?

Was lässt dich ruhig schlafen?

Was fehlt –und was ist zu viel?

Mach Inventur. Entsorge. Schaffe Raum.



Die Krone hat mich zu mir geführt. Zu meinem Mut. Zu meiner Klarheit. Zu mir.

Und wenn die Welt untergeht –sitze ich im Garten, halte ein Glas Champagner in der Hand und atme.

Vielleicht setzt du dich dazu!


Gedanken, die in die Welt dürfen.

Nadine 

 
 
 

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